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Observability

200 Dashboards. Und keine Antwort.

Zwei Ausgangslagen führen auf diese Seite. In der einen gibt es nichts zu sehen: Ein Ausfall wird vom Kunden gemeldet, nicht vom System. In der anderen gibt es zu viel – Dashboards, die niemand öffnet, Alarme, die niemand mehr liest, und eine Rechnung fürs Beobachten, die keiner erklären kann. Beide haben denselben Ursprung: Es wurde gemessen, bevor entschieden war, welche Frage beantwortet werden muss.

SLOs an den GeschäftswegenAlarme mit AdressatKardinalität im GriffÜbergabe ans Team
Was Sie bekommen
  • Die vier Fragen, die Ihr System beantworten muss, und die Signale dafür
  • SLOs für die Wege, an denen Geld hängt – nicht für alles
  • Instrumentierung über OpenTelemetry, damit der Anbieter austauschbar bleibt
  • Alarme mit Adressat, Schwelle und Runbook statt einer Wand aus Warnungen
  • Kostenmodell der Beobachtung: Kardinalität, Aufbewahrung, was wirklich treibt
  • Übergabe an Ihr Team, schriftlich und im Gespräch. Den Betrieb behalten Sie
Umfang & Zusammenarbeit

Aufnahme und Zielbild als abgegrenztes Zwei- bis Vier-Wochen-Mandat, Umsetzung danach nach Umfang. Der Betrieb bleibt bei Ihrem Team, dafür ist die Übergabe Teil der Arbeit.

Remote aus Deutschland. Direkt mit mir, ohne Agentur dazwischen.

Die Ausgangslage

Gemessen wird viel. Beantwortet wenig.

Logs, Metriken und Traces sind Mittel, keine Ziele. Bevor eines davon eingerichtet wird, gehören vier Fragen beantwortet: Ist es kaputt? Für wen? Seit wann? Und woran liegt es? Ein System, das diese vier in Minuten beantwortet, braucht überraschend wenige Signale. Ein System, das sie nicht beantwortet, wird auch mit dem zweihundertsten Dashboard nicht besser – es wird nur teurer.

Der zweite Fehler ist eine Preisfrage, die wie eine Technikfrage aussieht: Kardinalität. Eine Metrik je Host ist billig. Dieselbe Metrik je Host, Container, Kunde und Endpunkt ist dasselbe Werkzeug und ein Vielfaches der Rechnung, weil jede Kombination eine eigene Zeitreihe ist. Dazu kommen Logvolumen und Aufbewahrung. Anbieter von Alternativen nennen Wachstumsraten von dreißig bis fünfzig Prozent im Jahr – die Zahl hat einen Absender, aber der Mechanismus ist echt und in jeder Rechnung nachrechenbar. In einem meiner AWS-Projekte war genau das ein Posten der Einsparung: ungenutzte, hochkardinale CloudWatch-Metriken entfernt und die Aufbewahrung an den tatsächlichen Bedarf angepasst.

Der dritte Fehler passiert nach der Einführung. Ein Alarm ohne Adressaten ist kein Alarm, sondern eine Benachrichtigung, und Benachrichtigungen lernt ein Team wegzuklicken. Nach vier Wochen mit falschen Alarmen ist die Bereitschaft eine Gewohnheit des Ignorierens, und der erste echte Vorfall geht in derselben Bewegung unter. Deshalb gehört zu jedem Alarm eine Schwelle, die aus einem SLO kommt, ein Mensch, der zuständig ist, und ein Runbook, das sagt, was zu tun ist.

Kommt Ihnen etwas davon bekannt vor?
  • Ausfälle melden Kunden, nicht das System.
  • Es gibt Dashboards, aber bei einem Vorfall sucht trotzdem jemand in Logs.
  • Die Rechnung für Monitoring wächst schneller als die Infrastruktur, und niemand weiß warum.
  • Alarme kommen so häufig, dass sie niemand mehr ernst nimmt.
  • Niemand kann sagen, ob es gerade für Kunden funktioniert – nur ob Server laufen.
  • Nach einem Vorfall gibt es keine Antwort auf „seit wann" und „woran lag es".

Was ich mache

Was dabei passiert

01

Erst die Fragen, dann die Werkzeuge

SLO / SLIGeschäftswegeFehlerbudget

Welche Geschäftswege dürfen nicht ausfallen: Bestellung, Zahlung, Anmeldung, Freigabe. Für die entstehen SLIs, die aus Kundensicht messen, und SLOs, die eine Zahl nennen statt eines Gefühls. Alles Weitere wird daran gemessen, ob es eine dieser Fragen beantwortet. Was keine beantwortet, wird nicht eingerichtet.

02

Instrumentieren, ohne sich zu binden

OpenTelemetryCollectorkein Lock-in

Die Instrumentierung läuft über OpenTelemetry, nicht über die Bibliothek eines Anbieters. Das ist keine Ideologie, sondern eine Preisverhandlungsposition: Wer seine Signale in einem herstellereigenen Format erzeugt, kann den Anbieter nicht wechseln, ohne die halbe Anwendung anzufassen. Mit OTel liegt die Grenze im Collector, und dahinter ist Datadog, Grafana oder CloudWatch eine Konfiguration.

03

Kardinalität und Aufbewahrung festlegen

KardinalitätAufbewahrungSampling

Hier entsteht die Rechnung, deshalb wird sie hier entschieden und nicht nachträglich reklamiert. Je Signal: Welche Dimensionen braucht es wirklich, welche Auflösung, wie lange. Hohe Auflösung für wenige Tage, grobe Aggregate für lange Zeiträume, und Logs mit einer Stichprobe statt vollständig, wo Vollständigkeit nichts beantwortet.

04

Alarme, die einen Adressaten haben

AlertingRunbookEskalation

Ein Alarm entsteht aus einem SLO, nicht aus einem Schwellwert, der plausibel aussah. Dazu je Alarm: wer ihn bekommt, was der erste Handgriff ist, wann eskaliert wird. Alarme ohne Runbook werden abgeschaltet – sie kosten Aufmerksamkeit, die beim nächsten echten Vorfall fehlt.

05

Den Ausfall üben, nicht auf ihn warten

Game DayChaos EngineeringGraceful Degradation

Ein Beobachtungssystem beweist sich im Vorfall, nicht im Dashboard. Deshalb wird der Vorfall geprobt: eine Abhängigkeit langsam machen, eine Instanz wegnehmen, eine Warteschlange volllaufen lassen – und nachsehen, ob die vier Fragen beantwortet werden und ob das System sich vorhersehbar verschlechtert statt umzufallen.

06

Übergabe, damit es Ihnen gehört

as CodeRunbooksÜbergabe

Zum Abschluss die Dinge, die das Ergebnis haltbar machen: Dashboards und Alarme als Code im Repository, ein Runbook je Alarm, eine Notiz, wer wann welches SLO überprüft, und eine Übergabesitzung mit Ihrem Team. Der Betrieb bleibt bei Ihnen. Das ist keine Sparmaßnahme, sondern das Ziel.

Wissen Sie gerade, ob es für Ihre Kunden funktioniert?

Schreiben Sie mir, was Sie heute sehen und was Sie im letzten Vorfall vermisst haben. Sie bekommen eine Einschätzung, bevor Sie etwas beauftragen.

Ablauf

Wie das abläuft

Vier Schritte, und nach dem zweiten steht das Zielbild samt Kostenrahmen. Kein Schritt setzt voraus, dass Sie den nächsten beauftragen.

SCHRITT 01

Aufnahme

Was ist im Einsatz, was kostet es, was hat im letzten Vorfall gefehlt. Dazu die Geschäftswege, die nicht ausfallen dürfen. Zugänge braucht es dafür noch nicht, ein Gespräch und ein Blick auf die Rechnung genügen.

SCHRITT 02

Zielbild und Kostenrahmen

Welche Signale, welche SLOs, welche Alarme – und was das je Monat kostet, aufgeschlüsselt nach Kardinalität, Volumen und Aufbewahrung. Damit können Sie entscheiden, auch gegen mich.

SCHRITT 03

Umsetzung in Schnitten

Ein Geschäftsweg nach dem anderen: instrumentieren, SLO setzen, Alarm mit Runbook, dann der nächste. Jeder Schnitt ist einzeln nützlich und einzeln zurückdrehbar.

SCHRITT 04

Probe und Übergabe

Ein geübter Vorfall, an dem sich zeigt, ob die vier Fragen beantwortet werden. Danach die Übergabe: Konfiguration im Repository, Runbooks, Zuständigkeiten.

Das Ergebnis

Was danach anders ist

Sie erfahren es zuerst

Nicht der Kunde, nicht Twitter, nicht der Vertrieb. Das ist der ganze Unterschied zwischen einem Vorfall und einem Vorfall mit Publikum.

Weniger Alarme, mehr Reaktion

Wenn jeder Alarm einen Adressaten und einen Handgriff hat, sinkt die Zahl und die Bereitschaft nimmt sie wieder ernst.

Eine Rechnung, die man erklären kann

Kardinalität, Volumen und Aufbewahrung sind entschieden statt gewachsen. Damit ist die nächste Preiserhöhung des Anbieters eine Rechenaufgabe und keine Überraschung.

Der Anbieter bleibt austauschbar

Mit OpenTelemetry als Grenze ist ein Wechsel eine Konfiguration statt eines Projekts. Das wirkt auch dann, wenn Sie nie wechseln.

Eingesetzte Technologien

Womit ich arbeite

Instrumentierung
  • OpenTelemetry
  • OTel Collector
  • AWS Distro for OTel
Plattformen
  • Datadog
  • Amazon CloudWatch
  • Grafana Cloud
  • Sentry
Open Source
  • Prometheus
  • Loki
  • Tempo
  • Mimir
  • Grafana
Tracing
  • AWS X-Ray
  • Jaeger
  • Datadog APM
Alarmierung
  • PagerDuty
  • Opsgenie
  • Slack
  • Alertmanager
Als Code
  • Terraform
  • Grafana Provisioning
  • Datadog Provider
Proben
  • Game Days
  • AWS Fault Injection Service
  • k6
Kosten
  • Cost and Usage Report
  • Kardinalitätsanalyse
  • Sampling
Tim Rutte, Cloud & Software Architect

Mit wem Sie es zu tun haben

Direkt mit mir als Freelancer. Keine Agentur dazwischen.

Ich bin Tim Rutte. Über 20 Jahre Softwareentwicklung, und die meisten Ausfälle, die ich gesehen habe, waren vorher sichtbar – nur nicht für den, der sie sehen musste. Sie sprechen mit der Person, die Ihren Code anfasst, vom ersten Gespräch bis zur Übergabe.

  • 20+Jahre Softwareentwicklung
  • 50+erfolgreiche Projekte
  • 2003seit diesem Jahr remote im Einsatz
Mehr über mich

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Observability

Brauchen wir Datadog?

Vielleicht, und die Antwort gehört nicht an den Anfang. Datadog ist stark, wenn viele Signalarten an einer Stelle zusammenlaufen sollen und das Team keine Plattform betreiben will. Es ist teuer, wenn Kardinalität und Aufbewahrung nicht entschieden sind – dann zahlt man für Daten, die keine Frage beantworten. CloudWatch reicht öfter, als es Anbieter empfehlen, und ein Grafana-Stack ist die richtige Wahl, wenn Sie Betriebskompetenz haben und behalten wollen. Ich instrumentiere über OpenTelemetry, damit diese Entscheidung revidierbar bleibt.

Unsere Monitoring-Rechnung ist zu hoch. Fangen wir damit an?

Ja, und meistens ist es dieselbe Arbeit. Eine zu hohe Rechnung ist fast immer ein Kardinalitätsproblem oder ein Aufbewahrungsproblem, und beides wird gelöst, indem man festlegt, welche Frage jedes Signal beantwortet. Die Seite zu den AWS-Kosten ist die Nachbarseite dazu: Dort ist die Rechnung von AWS das Thema, hier die Rechnung für das Beobachten.

Übernehmen Sie den Betrieb und die Bereitschaft?

Nein, und das ist eine Festlegung, keine Kapazitätsfrage. Ich baue es auf, probe es mit Ihnen und übergebe es. Ein Beobachtungssystem, das von einem Externen betrieben wird, macht genau das Wissen extern, das im Vorfall intern gebraucht wird. Wenn Sie dauerhafte Bereitschaft brauchen, brauchen Sie ein Team oder einen Dienstleister mit Schichtbetrieb, und beides bin ich nicht.

Was kostet die Einführung von Observability?

Abgerechnet wird nach Aufwand, Aufnahme und Zielbild als abgegrenztes Zwei- bis Vier-Wochen-Mandat. Die Größenordnung nenne ich im Erstgespräch, sobald klar ist, wie viele Geschäftswege es gibt und was heute im Einsatz ist. Anders als bei den Upgrade-Seiten gibt es hier bewusst kein Festpreispaket: Die Ausgangslagen gehen zu weit auseinander, um sie in eine Lieferung zu pressen – zwischen „wir sehen nichts" und „wir sehen zu viel und zahlen dafür" liegt unterschiedliche Arbeit.

Wir haben schon Dashboards. Fangen Sie von vorn an?

Nein. Vorhandene Dashboards sind eine Fundgrube: Sie zeigen, was jemand einmal für wichtig hielt, und daran sieht man die offenen Fragen. Was bleibt, bleibt. Abgeschaltet wird nur, was keine der vier Fragen beantwortet und trotzdem Geld oder Aufmerksamkeit kostet.

Wie viele SLOs brauchen wir?

Weniger als Sie denken. Anfangen würde ich mit zwei bis vier: die Wege, an denen unmittelbar Geld hängt. Ein SLO je Dienst zu setzen erzeugt eine Tabelle, die niemand liest, und verwässert die Aussage – wenn alles ein Ziel hat, hat nichts Vorrang.

Wir haben kein Team für die Bereitschaft. Lohnt sich das dann?

Ja, aber mit anderem Zuschnitt. Ohne Bereitschaft ist ein Alarm um drei Uhr nachts wertlos, also wird stattdessen dafür gesorgt, dass das System sich vorhersehbar verschlechtert statt umzufallen, und dass am Morgen in Minuten erkennbar ist, was in der Nacht passiert ist. Graceful Degradation und ein gutes Vorfall-Protokoll ersetzen keine Bereitschaft, holen aber den größeren Teil des Nutzens.

Gilt das auch für KI-Funktionen im System?

Dort besonders. Ein Sprachmodell fällt selten aus, es antwortet schlechter – und das ist mit klassischen Signalen unsichtbar. Dazu kommen Kosten je Anfrage als eigene Messgröße. Die Wege dafür sind dieselben: entscheiden, welche Frage beantwortet werden muss, dann instrumentieren. Die Kostenseite davon hat eine eigene Seite.